IHR MÜSST NICHTS KAUFEN.
OUTFIT Guide.
Was Ihr anzieht, ist kein großes Thema. Aber ein paar Hinweise helfen, dass die Bilder am Ende ruhiger und harmonischer wirken. Was hier steht, gilt für alle meine Shootings — vom Paar- bis zum Familienshooting. Spezielles zu Schwangerschaft, Newborn und Co. findet Ihr auf den jeweiligen Seiten.
JAHRESZEIT UND UMGEBUNG
Was zum Licht passt, passt zum Bild.
Im Herbst und Winter: warme Strickwaren, Wollmaterialien, gemütliche Schichten statt dicker Daunenjacken. Beerentöne, Erdtöne, Gelb und Blau passen gut zur winterlichen Natur. Im Frühling und Sommer: helle Pastellfarben, kräftigere Töne sind möglich, wenn sie harmonieren. Achtet auf den Ort des Shootings. Auf einer grünen Wiese keine grünen Kleidungsstücke, im Wald keine erdfarbenen Töne. Sonst verschmelzt Ihr mit dem Hintergrund.
Schichten UND ACCESSOIRES
An- und ausziehen macht interessanter.
Eine Strickjacke, eine Weste, ein Schal, ein offenes Hemd über einem T-Shirt. Alles, was sich während des Shootings an- und ausziehen lässt, gibt Abwechslung in der Bildwelt. Accessoires wie Hüte, Tücher oder Capes setzen kleine Akzente, ohne aufdringlich zu sein. Fließende Stoffe, Strick- und Wollmaterialien, Leinen und Spitze kommen auf Fotos besonders schön zur Geltung. Was Ihr ohnehin gerne tragt, ist meistens die beste Wahl.
Harmonisch, nicht uniform
Gemeinsame Palette, verschiedene Stücke.
Wenn mehrere Personen auf einem Bild sind, lieber eine gemeinsame Farbpalette wählen als alle dasselbe tragen. Zwei bis drei Farben, die gut miteinander harmonieren, sind ideal. Beige zu Weiß zu Olive, oder Grau zu Sand zu Salbei. Achtet auf konsistente Ärmellängen: wenn einer kurze Ärmel trägt, sollten die anderen nicht in dicken Pullovern dastehen. Bei Jeans gilt: möglichst ähnliche Waschungen, nicht der eine dunkel, der andere hell.
UNANGENEHME DETAILS
Was niemandem auffällt, bis es auffällt.
Gepflegte Haare und Nägel an Händen und Füßen, falls sichtbar. Ein kurzer Blick auf den Bart, Make-up so, wie Ihr Euch wohlfühlt. Auffällige Uhren legt am besten ab. Sie ziehen den Blick auf das Handgelenk und stören das Bild. Schmuck, der für Euch eine Bedeutung hat, darf bleiben. Bei Nahaufnahmen fallen Details auf, die sonst unsichtbar wären. Das ist kein Grund für Stress, nur ein Grund, kurz drüberzuschauen.
Vorsicht bei Farben und Mustern
Was vom Gesicht ablenkt, lenkt vom Bild ab.
Neutrale Basisfarben funktionieren fast immer: Hellgrau, Weiß, Beige, Hellblau, Rosé, sanfte Pastell- und Erdtöne. Diese Farben sind zeitlos und sehen auch in zwanzig Jahren noch gut aus. Vermeidet sehr kräftige Farben wie Neon oder intensives Rot, große Logos und auffällige Prints. Sie ziehen den Blick weg vom Gesicht. Dezente Muster wie feine Streifen oder Karos sind okay. Schwarz und sehr dunkles Braun bitte sparsam einsetzen.
Komfort vor allem
Bequem, beweglich, ohne ständigen Blick nach unten.
Bei meinen Shootings wird gelaufen, gesessen, gespielt, gekuschelt. Outfits, in denen man sich nicht bewegen kann oder die ständig zurechtgezupft werden müssen, sehen nach zwanzig Minuten unglücklich aus. Wählt etwas, in dem Ihr Euch wirklich wohlfühlt. Nicht etwas, das schön aussieht, solange Ihr stillsteht. Bequemlichkeit ist auf den Bildern später sichtbar, auch wenn man nicht genau sagen kann, woran man es erkennt.